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Mystic Circle

Wer die Wurzeln des Bösen sucht, muss tief in die Eingeweide der frühen Neunzigerjahre vordringen. 
In eine geheimnisvolle, gefährliche, verzauberte Zeit, als sich ein Ungeheuer namens Black Metal regte und langsam aus den knorrigen, sumpfigen Wurzeln des Undergrounds emporstieg. 
Mit ihm erhob sich eine Kreatur aus den Schatten, die die deutsche Musikwelt über Jahrzehnte prägen sollte: Mystic Circle. 
Gegründet 1992 von A. Blackwar und Beelzebub, zählt diese Band zu den Pionieren des deutschen Black Metal. Ein erstes Probetape mit sechs Songs wurde im selben Jahr aufgenommen, verschwand aber auf unerklärliche Weise. 
Vielleicht war die Welt noch nicht bereit für die okkulte Botschaft von Mystic Circle. 
1994 änderte sich das: Dass Demo „Dark Passion“ erschien, eine Mischung aus rohem, satanischem Death Metal und melodischem Black Metal. Der Anbruch einer neuen Ära. 
1995 erschien das legendäre zweite Demotape „Von Kriegern und Helden“, der Grundstein für das Werk einer der wichtigsten und einflussreichsten Bands der deutschen Szene. 
Bis heute ein Meilenstein der Underground-Kultur.

Mystic Circle ließ 1000 Exemplare des Tapes pressen – und verkaufte sie über Nacht. Ihr Name verbreitete sich wie ein Lauffeuer, der Vertrag mit Last Epitaph/Episode war nur noch Formsache. 
Ein drittes Demo, „Die Götter der Urväter“, verbreitete sich 1996 ebenso schnell, gefolgt von der 7?-EP „Kriegsgötter“, die den Ruf der Band im Underground weiter festigte. Im selben Jahr nehmen Beelzebub und A. Blackwar mit Produzent Guido Holzmann ihr Debütalbum „Morgenröte – Der Schrei nach Finsternis“ („Morgenröte – Der Schrei nach Finsternis“) im Soundbunker Studio auf. 
Es erscheint im eiskalten Januar 1997 und wird von der Band als Hommage an die alten Filme der Hammer Studios und an Horror-Klischees wie Werwölfe und Vampire verstanden. 
Ebenfalls 1997 touren Mystic Circle mit Gorgoroth und spielen ein Konzert mit Dimmu Borgir. Noch vor Jahresende erscheint die 7?-EP „Schwarze Magie“, die längst zum Sammlerstück avanciert ist. 
Das Biest ist erwacht. Und wird nicht länger ruhen.

Der große Triumph steht 1998 unmittelbar bevor: Beeinflusst von der Nibelungensage, von Filmen und Büchern rund um dieses unermesslich vielseitige Thema, schreiben Mystic Circle ihr zweites Album. 
Es liegt auf der Hand: Die Nibelungenstadt Worms ist nur einen Katzensprung von der Heimat der Band entfernt, und die epische Sage war zuvor noch nie im Kontext des melodischen Black Metal aufgegriffen worden. 
So begab sich die Band 1998 mit einem neuen Keyboarder als drittem Mitglied ins Commusication Studio, wo mit Gerhard Magin eines der besten und erfolgreichsten Werke des deutschen Black Metal entstand: „Drachenblut“ machte Mystic Circle vom Geheimtipp zur Sensation. 
Das Album wurde von der Presse begeistert aufgenommen und sogar in Japan veröffentlicht. 
Schließlich gehörten Mystic Circle zur Champions League des melodischen Black Metal und wurden in einem Atemzug mit Cradle Of Filth, Dimmu Borgir oder Old Man’s Child genannt. 
Eine Europatournee mit Marduk oder Konzerte mit Cannibal Corpse und Dark Funeral waren da nur der Anfang.
1999 ließen sie Drachen und Nibelungen hinter sich und kehrten zur Wiege des Horrors zurück: 
Nach einer gemeinsamen Headliner-Tour mit Old Man’s Child verfielen sie in einen Rausch aus brutalen Klassikern wie „The Exorcist“ oder „Omen“ und destillierten aus diesem teuflischen Fundament ein monumentales, bösartiges und eindringliches Black-Metal-Manifest namens „Infernal Satanic Verses“. 
Auf dem Bonustrack, dem Bathory-Cover „One Rode To Asa Bay“, fungiert Ikone Sarah Jezebel Deva als Gastsängerin. Begleitet von einem aufwendigen Fotoshooting und einer ebenso gigantischen Marketingkampagne, wurden riesige Hexenhammer-Dekorationen in Plattenläden platziert – Requisiten, die man heutzutage nur noch aus Kinos kennt. 
Ein gefeierter Festivalauftritt beim 10. Wacken Open Air und eine weitere Europatournee gipfeln in der Veröffentlichung des Mini-Albums „Kriegsgötter II“, auf dem Mystic Circle ihren Helden mit symphonischen Coverversionen huldigen. Ein weiteres bahnbrechendes Jahr für die Band. Auch das neue Jahrtausend beginnt mit einem Paukenschlag: Große Europatourneen mit Limbonic Art und Cannibal Corpse führen die Band auch nach Großbritannien und Irland, sie spielen beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig und teilen sich die Bühne mit Iron Maiden. 
Ihr Wechsel von Last Episode zu Massacre Records bringt das Album „The Great Beast“ als erste Frucht der neuen Zusammenarbeit hervor, ein markant mitteltempolastiges Album mit intensivem Keyboard-Einsatz. Inzwischen war es für sie eine Frage der Ehre, so viel wie möglich für ihr viertes Album zu touren: Erneut gehen sie mit Marduk auf Tour, spielen auf den No Mercy Festivals und touren erneut mit Ancient Rites.

Die nächsten Punkte auf der Wunschliste konnten 2002 abgehakt werden: Ein Auftritt beim Summer Breeze Festival, eine Tour mit Deicide und mit dem Studioalbum „Damien“ die Rückkehr zum schnellen, brutalen Melodic Black Metal. 
Das Album kam im Ausland gut an: Ende 2003 spielte die Band damit sogar in Australien und legte kurz darauf mit dem groovigen „Open The Gates Of Hell“ nach. Es war das sechste Album in sieben Jahren. 
Nun konnte sich die Band intensiv ihrer zweiten Kernkompetenz widmen – den mitreißenden Live-Auftritten. 
2004 und 2005 tourten sie mit Kataklysm, Marduk und Deicide, und Mystic Circle spielten auf Festivals wie With Full Force und Wacken. Erstmals standen auch Konzerte in Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark auf dem Programm. 
Bis Ende 2005 hatte die Band bereits 300 Live-Shows absolviert. Das Tempo war hoch, aber leider: Die Hölle wartet auf niemanden.
Ein weiterer Labelwechsel zu Dockyard 1 brachte 2006 das Album „The Bloody Path Of God“ hervor. Es markierte eine Abkehr vom bisherigen Sound und zeigte Mystic Circle so experimentell wie nie zuvor. 
Eine erste Konzerttournee durch Südamerika knüpfte Bands, die bis heute bestehen. Trotz all des Erfolgs endete die Reise nach einer weiteren Tournee mit Malevolent Creation: Die Band löste sich 2008 auf. 
Zum Glück nur vorübergehend, wie wir heute wissen.
Denn das Böse kann nicht sterben. Es ruht nur. Wartet. Bereitet sich auf seine Rückkehr in unsere Albträume vor. 
Genau das passiert 2020. Beelzebub und A. Blackwar vereinen sich wieder und zelebrieren auf ihrem selbstbetitelten Comeback-Album all die Tugenden, die sie über 20 Jahre zuvor so erfolgreich gemacht haben: die Gitarrenmelodien des „Dark Passion“-Demos, die Gitarrenwände und Blastbeats der Demos von 1995/96, die Horror-Intros des Albums „Morgenröte“, die Keyboards von „Drachenblut“ und die Horror- und Klassikelemente von „Infernal Satanic Verses“. 
Und das Erstaunliche: Diese Mischung funktioniert nicht nur, sondern ergibt eines der besten Alben ihrer gesamten Karriere. Das bleibt nicht lange unbemerkt: 2021 unterschreibt das neu erstarkte Duo bei Atomic Fire Records und begeistert Presse und Publikum gleichermaßen.
Dass die Band es ernst meint, beweisen auch die ersten jemals produzierten Musikvideos. Die Belohnung: die erste Chartplatzierung in der bahnbrechenden Bandgeschichte – und die Veröffentlichung des Albums in Südamerika und Asien. 
Im Frühjahr 2023 erscheint mit „Erzdämon“ der nächste Hit. Er ist der ultimative Beweis dafür, dass der Comeback-Erfolg kein Zufall war. Dramatik und Wirkung werden sogar noch gesteigert, zusätzlich veredelt durch das fantastische Artwork von Rafael Tavares. 
Diesmal veröffentlicht der langjährige Freund und Partner Markus Wosgien das Album direkt auf seinem Label Fireflash Records. Echte Underground-Kontakte halten ein Leben lang. 
Ebenfalls 2023 erscheinen die Klassiker „Drachenblut“ und „Infernal Satanic Verses“ als Gatefold-Vinyl. Das Böse ist immer in Mode. Und Mystic Circle gehören bis heute zu seinen treuesten Botschaftern.

„Geschrieben von Björn Springorum an Halloween 2023“

 

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